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Kleinbezirk Jánoshalma

Die vergangenen Jahrhunderte
Die vorhandenen archäologischen Funde beweisen, dass schon Stämme in der Steinzeit und dem Bronzezeitalter, später dann Sarmaten, Hunnen und Awaren in dieser Gegend lebten und im Mittelalter hier auch mehrere ungarische Dörfer entstanden. Nach dem Mongolensturm siedelten sich Kumanen neben den am Leben gebliebenen Ungarn an, ihr Dorf hieß CsoszapaUnser Gebiet wurde 1439 das Gut der Familie Hunyadi. Das sich entwickelnde Dorf erhielt zu jener Zeit die Namen "Jankó" und "Jankószállás". Während und nach der 150 Jahre langen Türkenherrschaft starb die Bevölkerung fast aus, an ihrer Stelle siedelten sich Serben, dann Bunjevatzen an Von 1731 an besiedelten katholische Ungarn die Ortschaft, unter die sich auch Südslawen und Slowenen mischten. Das seit der Türkenherrschaft auch "Jankovácz" genannte Dorf wurde zuerst das Leibeigenengut der Schatzkammer, dann von 1799 an das Leibeigenengut der Familie Orczy. 1807 errang es den Titel "Ländliche Stadt" und erhielt dadurch das Recht, Messen zu veranstalten. Bis 1886 gelang es ihm, dieses Recht zu behalten. Sein Name wurde 1904, nach dem Vorschlag von Ferenc Klánszky in "Jánoshalma" geändert. Die Einwohner, die aus verschiedenen Gegenden stammten, brachten eine bunte Volkskultur, verschiedene Bräuche und Volksaberglauben mit. Diese Vielfältigkeit wurde während der zwei Jahrhunderte vereinheitlicht und so vererbte sie sich von Geschlecht zu Geschlecht. Die Eisenbahnlinie wurde 1903 ausgebaut.

Landwirtschaft, Industrie
In der Gemarkung der Stadt gibt es durch das Treffen der zwei Landschaften, des Sandes von Illancs und der Lößgegend der Batschka, eine ausgezeichnete Möglichkeit, Obst, Wein sowie Feldpflanzen anzubauen. Mit dem Pflanzenanbau waren die Tierhaltung, die Schweine-, Geflügel- und Rinderzucht immer eng verbunden. Erwähnenswert sind die "Haladás" Landwirtschaftliche Genossenschaft und die "Agrobisnis" GmbH, die Milchproduktion ist die viertgrößte im Land.
Die "Kéleshús" GmbH beschäftigt sich mit Schweinezucht, -mast und -schlachtung. Die "Kelte" GmbH befasst sich von Eiern bis zu Hähnchen mit allem. 1,5 % der ungarischen Honigerzeugung gibt die Bienenzucht von Jánoshalma.
Die Industrie von Jánoshalma hat sich von Anfang an auf die Verarbeitung der Produkte der Land- und Forstwirtschaft gegründet. Neben der Getreideverarbeitung ist auch die Futtermittelherstellung bedeutend. Zu erwähnen sind noch ein Textil- und ein Gummibetrieb, Landwirtschafts- und Autoreparaturwerkstätten, Tankstellen und sonstige Dienstleistungsbetriebe. in unserer Stadt betätigt sich die "ÖKO-PÁL" Paletten GmbH, das größte Sägewerk bzw. das größte Unternehmen Ungarns, das sich mit der Herstellung von Paletten beschäftigt. Die "KUNVIN" Weinbereitungs GmbH ist seit 1991 die größte Weinkellerei der Oberbatschka. Die "Bácska" Textilindustrie GmbH stellt ihre Produkte fast nur für den Export nach Deutschland her. Die Produkte des Gummibetriebs der "Renner" KG werden weltweit vertrieben.

Ausbildung, Kultur
In der Ortschaft gibt es seit 1434 Unterricht, das erste Schulgebäude wurde 1748 gebaut. Die Grundschule hat ihren Namen nach János Hunyadi erhalten. Neben der staatlichen Schule fungiert seit 1993 die Katholische Grundschule "Sankt Anna". Seit 1734 haben 660 Lehrer in unseren Schulen unterrichtet. Ihre Namen und Erinnerung bewahrt ein Gedenkbrunnen, der zum Jahrtausendjubiläum der Staatsgründung eingeweiht worden ist. Das "Landwirtschaftliche Institut für Mittelstufenfachunterricht, Weiterbildung und Fachberatung" von Jánoshalma ist 1933 gegründet worden
und hieß damals "Winterschule des Ungarischen Königtums". Von seinen heutigen Tätigkeiten können die Schulbildung, die Ausbildung von Erwachsenen und die Fachberatung hervorgehoben werden. Das Institut ist das landwirtschaftliche, geistige Zentrum unseres Kleinbezirks und hat auf seine Umgebung eine große Wirkung. Das Miklós-Radnóti-Gymnasium betätigt sich seit 1963 und kürzlich ist der Unterricht um eine Informatikausbildung erweitert worden. Dem Kunstunterricht dient seit 1992 die László-Lajka-Kunstschule.

Städtische Bibliothek
Die Stadtbibliothek befindet sich im Zentrum von Jánoshalma. Hier befindet sich auch die ortsgeschichtliche Sammlung. Die Interessenten können die gegenständlichen Andenken der vergangenen Zeiten kennen lernen und sich an der aus Brasilien stammenden Sammlung ergötzen. Im Hof sind alte landwirtschaftliche Produktionsmittel zu sehen. Das Kulturzentrum und das Honvedenkasino geben seit Jahrzehnten Kulturgruppen und Vereinen ein Zuhause. Durch die Veranstaltung von Vorstellungen, Festen, Kulturprogrammen und Ausstellungen dienen sie der Kultur der Stadt.

Sehenswürdigkeiten
Nach der 1731 stattgefundenen Neuansiedlung ließen die Gläubigen eine neue Kirche bauen. 1746 wurde sie zur Ehrung von Sankt Anna eingeweiht. 1888 erhielt sie ein neues Hauptaltarbild, das Ferenc Szoldatits machte. Von 1907-09 wurde sie um zwei Chorgänge und ein Sanktarium erweitert. Die Kirche ist 63,5 m lang und 15 m breit, die Höhe des Turmes ist 48 m. Im rechten Teil des Hauptschiffes sind ein barocker Beichtstuhl und ein Predigerstuhl zu sehen. die Wände der Kirche bemalte der Kirchenmaler von Székesfehérvár Mihály Kuczka 1932-33, die zwischen 1997 und 2000 restauriert worden sind. Vor der Kirche sind ein schmiedeeisernes Kreuz und die Statue der Dreieinigkeit zu sehen. 1992 sind in der Pfarrei Zimmer für den Religionsunterricht und eine innere Nonnenklosterkapelle errichtet worden. Um die imposant große Kirche herum liegt ein Park. Die Kapelle und die Kalvarie des "Kápolnás"-Friedhofes wurden 1866 im neurumänischen Stil gebaut. Die schönste Mühle von Mitteleuropa, die Kunstmühle der Oberbatschka, die direkt am Bahnhof steht, macht durch ihre an ein mittelalterliches, italienisches Burgkastell erinnernde Form auf sich aufmerksam. Sie wurde 1907 gebaut und seitdem mahlt sie Mehl ausgezeichneter Qualität. In unserer Ortschaft gab es mehrere Trocken- und Windmühlen, heute sind aber nur noch die "Anna"-Mühle in der Jókaistraße und die Windmühle von Doktortelep in der Mitte der Bajaistraße zu sehen.

Gehöftwelt
In der Umgebung von Jánoshalma gibt es eine Gehöftwelt. Einige Bauernhöfe wurden umgebaut, damit sie Touristen aus den Städten und aus dem Ausland empfangen können. Die Gäste können die Lebensweise auf dem Bauernhof, die Bräuche und die Geschmäcke sowie bei gemütlichen Spaziergängen im Wald die Umgebung kennen lernen. Die Liebhaber des Jagdsports können hier viele Hirsche mit kapitalen Geweihen, Wildschweine und Kleinwild erbeuten, weil der die Stadt nordwestlich umgebende Wald in der Nachbarschaft des Reservats von Gemenc liegt. In der Nähe der Stadt, auf dem treibsandigen Gebiet von Illancs befindet sich eine bedeutende, ausgedehnte, auch touristisch interessante Pussta mit Urwacholdersträuchern von mediterraner Schönheit.

Wichtige Tage
Seit mehr als 10 Jahren wird die "Agrarexpo" in den letzten tagen im April von der Landwirtschaftlichen Fachschule mit der Teilnahme von mehreren hundert Ausstellern veranstaltet und ist auch schon im Ausland bekannt. In der letzten Woche im Juni wird das "Fest der Kessel" in unserer Stadt veranstaltet. In unserer Ortschaft hat nicht nur die Schafzucht, sondern auch das gute Kochen eine Tradition, so ist dieses Fest zu einem familiären Ereignis geworden. An diesem Tag brodelt der weitberühmte Gulasch in mehreren hundert Kesseln auf den Promenaden des Parks. Es ist auch traditionell geworden, Mitte September die mit einer Obstausstellung verbundenen Weinlesetage, die vom "Wirtenkreis", dem "Verein der Obst- und Weinbauern", organisiert werden, sowie Ende Februar den Weinwettbewerb zu veranstalten.

www.bacstourist.hu

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