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Kleinbezirk Kiskunfélegyháza

Der Kleinbezirk liegt größtenteils auf dem Sandhöhenrücken von Kleinkumanien in der abwechslungsreichsten Landschaft der Tiefebene. Hier befindet sich die 11.000 Hektar große, zusammenhängende Einheit des Nationalparks von Kleinkumanien: die Hügelchenwelt von Bócsa-Bugac und die Sandpussta. Der einzigartige Naturschatz des Kleinbezirks ist die Pussta mit den Urwacholdersträuchern. Auf der weltberühmten Pussta von Bugac ballt sich der Fremdenverkehr der Region zusammen.
Kiskunfélegyháza mit der Platanenallee war mehr als 100 Jahre lang der Sitz der Polizeihauptmannschaft. Ihr einstiges Gebäude ist heute ein Museum, in dem unter anderem auch die gruseligen Reliquien des ehemaligen Gefängnislebens besichtigt werden können. In seinem Hof steht eine in ihrer originellen Form restaurierte Windmühle, die letzte ihrer Art von mehr als 50. Das wunderschöne Beispiel des Aufschwungs der ungarischen Sezession am Anfang des Jahrhunderts ist das Rathaus mit der Majolikenverzierung. Nebenan, im Stadtzentrum, liegt das Schwan-Haus, in dem einst die Metzgerei des Vaters von Sándor Petofi war. An den Strand von Félegyháza, der sich in einem zweieinhalb Hektar großen, an ein Arboretum erinnernden Park befindet, kommen die Menschen sogar aus den Ortschaften der Umgebung, dem Hallenschwimmbad und den Heilwasserschwimmbecken im Freien.zuliebe

Die Pussta von Bugac war jahrhundertelang im Besitz von Kecskemét; vom Frühling bis zum Herbst haben hier mehrere zehntausend Rinder und mehrere tausend Pferde gegrast. Im Interesse der Genbewahrung werden auch heute noch einheimische Graurinder, Zackelschafe und ungarische Halbblutpferde gezüchtet. Denkmäler für die Herdenzucht und das Hirtenleben sind das Freilichtmuseum und das Hirtenmuseum. Zu den Attraktionen gehört eine stürmische Pferdeshow, die mit der Vorführung des sprengenden Pusstafünfers ihren Höhepunkt erreicht. Im durch seine Fischer bekannten Tiszaalpár kann man sich an selten vorkommenden Pflanzen und Vögeln ergötzen, wenn man auf dem vom Galerienwald umwachsenen, toten Theißarm mit dem Boot fährt.
Von den Fremdenverkehrsschätzen des Kleinbezirks müssen vor allem die Naturschutzschätze hervorgehoben werden. Das Heilwasser (Kiskunfélegyháza), die Theiß, die tote Theiß, die Naturschutzgebiete (Bócsa-Bugac, Szikra, Teilgebiete der Wiese von Alpár, das Vogelreservat am Péteri-See), die Pflanzenwelt, die Wildhege, die Anzahl der Sonnenscheinstunden, die Obstbaumkultur und die Biowirtschaft bieten spezielle Möglichkeiten. Erwähnenswert sind die kirchlichen und weltlichen Denkmäler der künstlichen Gegebenheiten und die darauf beruhenden Veranstaltungen. Eine sehr wichtige Rolle spielt die Mentalität der Menschen (Gastfreundschaft, Offenheit), die besonders wichtigen Elemente des Dorf- und Bauernhoftourismus sind. Die Gegebenheiten des Kleinbezirks motivieren in ihrem gegenwärtigen Zustand zu keinem längeren Aufenthalt und beschränken die Entstehung der touristischen Einnahmen. Vom Gesichtspunkt der Reise- und Urlaubsmöglichkeiten haben die folgenden Punkte für die touristische Angebotsentwicklung der Region eine bedeutende Rolle:

Im Kleinbezirk sollten der natürliche Zustand und die stille, ruhige, erholsame sowie erfrischende Atmosphäre der Umgebung und das hohe Niveau der Pferdesportmöglichkeiten Beachtung finden. Im Kleinbezirk existieren die Grundbedingungen für den Dorf- und Bauernhoftourismus, die solche Angebotselemente ergänzen wie die Natursehenswürdigkeiten, die Baudenkmäler, Kultur- und Sportprogramme sowie sonstige Veranstaltungen und die Jagd.
In Bugac, Fülöpjakab, Pálmonostor, Tiszaalpár und Kiskunfélegyháza ist der Pferdetourismus entstanden. Von diesen Ortschaften ist Bugac das bedeutendste Pferdezentrum, weil hier viele bei internationalen Wettbewerben als Sieger hervorgegangen sind. Von den Siegern sind einige auch zur Zeit Vorbilder des Pferdesports in Bugac. Die Pferdeshows, Kutschfahrten, der Unterricht im Gespannfahren und die Reiterei sind international bekannte Angebote. Die Pferdeshows spiegeln das Bild unserer Pferdekultur und die Motive des Lebens in der Pussta lebendig wider. In mehreren Ortschaften sind Pferdeklubs tätig; es werden Ausflugsrouten zusammengestellt, um die immer mehr steigende Nachfrage nach Kutschfahrten und Reiterei zu befriedigen. Zur Zeit gibt es eine ausgeschilderte Ausflugsroute nur in Bugac, aber in der nahen Zukunft wird ein ähnlicher Pferdetourenplan für Tiszaalpár fertig.

Wenn der Besucher zu den berühmten Punkten des Kleinbezirks mit dem Fahrrad bzw. der Kutsche fährt oder mit dem Pferd reitet, kann er einen Einblick in die Naturgegebenheiten des Gebietes, die kulturellen Traditionen und die örtlichen Möglichkeiten der gesunden Lebensweise bekommen. In den Bauernhöfen entlang der Route gibt es die Möglichkeit, sich mit den Traditionen vertraut zu machen und sie zu pflegen, die Natur- und Umgebungsschutzkenntnisse zu erweitern bzw. die ökologische Anschauung zu festigen. Wer sich an den Schönheiten der Natur ergötzen möchte, sucht gern die Wanderrouten in den Teilen der Naturschutzgebiete auf, die besichtigt werden dürfen.

In der Region betreibt man an mehreren Orten Landwirtschaft mit natürlichen Mitteln und Naturstoffen, ohne Kunstdünger und synthetische Pflanzenschutzmittel zu verwenden. Eine der grundlegenden Anforderungen der naturnahen Lebensweise ist, dass auch die Produkte der Lebensmittelindustrie keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten dürfen. Deshalb gibt es mehrere Initiativen in der Region, Bedingungen zur konservierungsmittel- und zusatzstofffreien Verarbeitung zu schaffen.

Eine der charakteristischen und besonderen Formen der Bioprodukte ist der Anbau von Heilkräutern, die auch das Symbol der naturnahen Lebensweise sein können. Die Heilkräuter bieten nämlich in vielen Bereichen eine Verwendungsmöglichkeit. (Sie sind z. B. Grundstoffe von Heilwirkungs- und Schönheitspflegeprodukten.)
Die reiche Tierwelt des Kleinbezirks (sowohl Klein- als auch Großwild lebt auf dem Sandhöhenrücken und in den Überschwemmungsgebieten der Theiß) ist für ausländische (vor allem italienische, deutsche und österreichische) Touristen attraktiv. Die Jagdgenossenschaften der Ortschaften bieten Jagdmöglichkeiten, die Bauernhöfe und Pensionen sichern die nötigen Unterkunftsmöglichkeiten.

In der Westzone des Kleinbezirks können bedeutendere Naturschätze wegen der aus landwirtschaftlichem Aspekt ungünstigen Gegebenheiten fortbestehen, die die VI. Bugacpussta-Gebietseinheit des Nationalparks von Kleinkumanien repräsentiert. In den östlichen Gebieten des Kleinbezirks betreibt man in erster Linie Ackerbau, während die Gartenwirtschaft sowie der Wein- und Obstanbau in den westlichen Sandgebieten beheimatet sind. In unseren Tagen beginnt sich die Biowirtschaft als neue Wirtschaftsform in der Region den internationalen Trends entsprechend und in der Hoffnung der besseren Absatzfähigkeit zu verbreiten. Neben dem Pflanzenanbau können die Schweine-, Rinder- und Pferdezucht sowie die Geflügelhaltung als bedeutende Lebenshaltungsquellen erwähnt werden. Sehr berühmt ist die Gänsezucht der Region, deren Produkte (Federn und Gänseleber) bestimmende Exportartikel sind. Nach der politischen Systemveränderung waren die größten Veränderungen vielleicht im Bereich des Handels, des Gaststättengewerbes und der Erweiterung der Dienstleistungen zu beobachten. In diesen Bereichen ist die Anzahl der Unternehmen Jahr für Jahr gewachsen. Zu dem ganzen Bild gehört aber auch, dass die immer weiter steigende Rolle des Handels und der Dienstleistungen in der Region vor allem in den größeren Ortschaften (Kiskunfélegyháza, Tiszaalpár, Jászszentlászló, Bugac) bemerkbar ist.

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