Kleinbezirk Kiskunmajsa
Der
Kleinbezirk Kiskunmajsa liegt im mittleren Gebiet am östlichen Rande
der Ebene des Donau-Theiß-Zwischenstromlandes im Komitat Bács-Kiskun.
Er grenzt im Süden und Osten an das Komitat Csongrád, im Norden
und Nordosten an den Kleinbezirk Kiskunfélegyháza, im Westen
an die Kleinbezirke Kiskunhalas und Kiskorös. Der Kleinbezirk berührt
nicht die Landesgrenze. Von den Kleinbezirken des Komitats Bács-Kiskun
ist er statistisch gesehen mit 391,92 km2 der Kleinste. Vier Ortschaften
gehören zu ihm: Kiskunmajsa, Szank, Csólyospálos und Kömpöc.
Der Kleinbezirk befindet sich in der südöstlichen Zone eines großen
Anbaugebietes auf dem Sandhöhenrücken. Er ist ein total flaches
Gebiet. Die bestimmenden Bodenarten seines Gebietes sind Varianten der Sandböden.
Im Gebiet des Kleinbezirks sind die klimatischen Gegebenheiten günstig;
die Anzahl der Sonnenscheinstunden und auch die Wärmesumme sind hoch.
In den Außengebieten des Kleinbezirks befindet sich in Kiskunmajsa
ein bedeutendes, großes Naturschutzgebiet (Bodlogár) mit Urhagedornsträuchern,
das 260 Hektar groß ist. Ein anderes Naturschutzgebiet ist der geologische
Aufschluss in Csólyospálos, das 20 Hektar groß ist. Zu
den Naturschätzen und Naturgegebenheiten der Region sind auch die 1984
in Kiskunmajsa gefundenen und erschlossenen Thermalquellen zu zählen.
Zur Zeit werden zwei alte Ölbrunnen als Thermalbrunnen genutzt. Um sie
herum wurde das im Fremdenverkehr des Landes eine immer bedeutendere Rolle
spielende Thermalbad von Kiskunmajsa angelegt.
Der Kleinbezirk ist im Grunde genommen ein landwirtschaftlicher Bezirk, denn mehr als 6000 Menschen leben hier von der Landwirtschaft. Der Fremdenverkehr als aufstrebender Zweig lockt immer mehr Gäste in den Kleinbezirk.
Von den Ortschaften des Kleinbezirks verfügt nur Kiskunmajsa über eine wirklich alte Vergangenheit. Im frühen Mittelalter lebten hier Menschen in der Ortschaft Mayossaszállás. Diese Siedlung ist aber während der Türkenherrschaft vernichtet worden. Sie ist mit ihrem Gebiet von 221, 99 km2 und mit 11.794 Einwohnern der größte Ort des Kleinbezirks. Zu der Stadt gehört auch ein ordentliches und gut ausgebautes Feriendorf, das in Richtung Kiskunfélegyháza ca. 2,5 km entfernt liegt und in den letzten 15 Jahren erbaut wurde. Das Dorf wurde angelegt, um in erster Linie die Gäste des Thermalbades zu bedienen; ca. 400 Gästehäuser mit fast 1600 Betten erwarten die Touristen.
Die wichtigsten Elemente der Therme sind das Thermalbad, das Motel und der Campingplatz von Kiskunmajsa. Das Bad verfügt über Schwimmbecken im Freien, einen Badesee und ein Hallenbad, das einen ganzjährigen Betrieb ermöglicht. Im Frühling 2001 wird das neue Augenweidschwimmbecken übergeben, das die Dienstleistungen des Bades noch bunter macht. Im Herbst wurde die zum Bad gehörende neue Heilabteilung übergeben. Das Motel und der Campingplatz erwarten die Gäste mit einer modernen Bedienungseinheit. Im Motel gibt es für 84 Personen Unterkunftsmöglichkeiten.
In den vergangenen 15 Jahren wurden für Dienstleistungen des Fremdenverkehrs zahlreiche Gebäude auf den oben beschriebenen Grund in Kiskunmajsa gebaut. Eine Reitschule, Restaurants, die ortsgeschichtliche Sammlung, das Landschaftshaus und sonstige Dienstleistungen erwarten die Besucher. Schon traditionell sind die jedes Jahr im September veranstalteten Tage von Majsa sowie das Bier-Bad-Festival vom 28.-29. Juli und vom 04.-05. August, die eine immer größere Anziehungskraft haben. Im Kleinbezirk erwarten Anglerseen in Kiskunmajsa und Szank die Anglerfans.
Szank ist mit 2.591 Einwohnern die zweitgrößte Ortschaft, die
im Gegensatz zur Stadt Kiskunmajsa viel später entstanden ist und nach
der Ansiedlung der Ölindustrie gebaut wurde. Ein wichtiges Ereignis
ist das jährlich veranstaltete Festival, das heuer am 26. August stattfinden
wird.
Csólyospálos ist vom Gesichtspunkt der Bevölkerung betrachtet
die dritte Ortschaft; die Zahl der Einwohner beträgt 1694. Auch diese
Siedlung kann man nicht "alt" nennen. Charakteristisch ist für
sie aber die hohe Rate der Einwohner im Außengebiet. Das zweite Naturschutzgebiet
des Kleinbezirks, der geologische Aufschluss,
gehört zu dieser Gemeinde. Die Ortschaft veranstaltet jedes Jahr ein
Winzerfest, das am ersten Sonntag im Oktober, und einen Dorftag, der Ende
Juli oder Anfang August stattfindet.
Kömpöc ist die kleinste Ortschaft im Kleinbezirk mit 839 Einwohnern.
Diese Ortschaft ist verhältnismäßig jung und erstreckt sich
von Nordwest nach Südost. Auch hier ist die Anzahl der im Außenbezirk
lebenden Menschen sehr hoch. Der Dorftag von Kömpöc wird dieses
Jahr am 28. Juli veranstaltet. Das ist ein Ernteumzug vom Kulturhaus bis
zur Kirche, wo der Weizen und das daraus gebackene Brot im Rahmen einer heiligen
Messe gesegnet werden. Das ist ein Umzug von Kutschen mit Weizengarben, der
mit dem Tanz von kleinen Schülern ergänzt wird. Einen Tag vorher
machen Sportereignisse und Ausstellungen den Dorftag bunter.
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